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Die Brüder Erryk und Arryk Cargyll

Sippenmord (im Original: Kinslaying) bezeichnet das Töten eines Familienangehörigen und gilt in Westeros, ebenso wie der Bruch des Gastrechts, als schwerwiegendes Verbrechen. Personen, die einen Angehörigen töten, werden als Sippenmörder (im Original: Kinslayer) bezeichnet und gelten allgemein vor den Gesetzen der Götter und Menschen als verflucht.

In der SerieBearbeiten

Bekannte SippenmörderBearbeiten

Als Sippenmörder VerdächtigteBearbeiten

  • Nachdem Tyrion am Mord von König Joffrey Baratheon, der auch gleichzeitig sein Neffe ist, angeklagt ist, wird er vor der Verhandlung nicht nur von einigen der Zuschauer als Königsmörder sondern auch als Sippenmörder beschimpft.[16]

Erwogene SippenmordeBearbeiten

In den BüchernBearbeiten

  • Es wird angedeutet, dass Ramsay Schnee seinen älteren Halbbruder Domeric Bolton, Lord Roose Boltons einzigen ehelichen Sohn, vergiftet hatte nach dem dieser ihn besucht hatte. Kurz nach dem Treffen starb Domeric an einer Darmkrankheit. Roose Bolton nimmt an, dass Ramsay ihn vergiftet hat, um seine Chancen als Roose Boltons Erbe legitimiert zu werden zu erhöhen.

Mythischer und Religiöser Hintergrund Bearbeiten

  • Kain ermordete seinen Bruder Abel (1. Buch Mose)
  • Romulus, der Gründer Roms, ermordete seinen Bruder Remus.
  • Seth ermordete seinen Bruder Osiris, der später von seiner Frau Isis wieder zum Leben erweckt wurde.
  • König Tantalos lud die unsterblichen Götter zu einem Gastmahl ein und wollte ihre Allwissenheit auf die Probe zu stellen: Er tötete Pelops, seinen jüngsten Sohn, und ließ ihn den Göttern als Mahl servieren, jedoch so, dass sie seine Tat nicht erkennen sollten. Zwar verzehrte Demeter, verzweifelt über den Raub der Persephone, einen Teil der Schulter, doch die anderen Götter bemerkten die Gräueltat sofort. Sie warfen die Stücke des getöteten Pelops in einen Kessel, und die Moire Klotho zog ihn in bekannter Schönheit hervor. Der verzehrte Schulterknochen wurde von den Göttern durch einen aus Elfenbein ersetzt. Die Götter verstießen Tantalos in den Tartaros und peinigten ihn dort mit ewigen Hunger und Durst. Tantalos zog damit den Fluch der Götter auf sein Haus, das über fünf Generationen hinweg vom innerfamiliären Morden beherrscht sein sollte.
  • Der Halbgott und Heros Herakles (auch bekannt als Herkules) wurde von der rachsüchtigen Hera mit Wahnsinn überzogen. Darin verfangen erschlug Herakles seine Frau Megara und seine mit ihr gezeugten drei Kinder. Erst als er seine zwölf Arbeiten erledigte kann er von der Schuld erlöst werden.
  • Medea tötete ihre eigenen Söhne aus Rache dafür, dass ihr Gemahl Iason sie für eine andere Frau verstoßen und verlassen hatte und floh.
  • Orestes tötete seine eigene Mutter Klytaimnestra um seinen Vater König Agamemnon zu rächen. Wegen des Muttermordes wurde er von den Erinnyen (Rachegöttinnen) geplagt.
  • Ödipus tötete unwissentlich seinen eigenen Vater König Laios und heiratete seine eigene Mutter Königin Iokaste, mit der er seine Kinder Eteokles, Polyneikes, Antigone und Ismene zeugte. Erst später erfährt er, dass Iokaste und Laios seine leiblichen Eltern sind. Wie es von einem Orakel vorausgesagt wurde, beging Ödipus also sowohl Vatermord als auch Inzest.

Realer Hintergrund Bearbeiten

  • Glaubt man der Beschreibung des antiken Schriftstellers Sueton versuchte der römische Kaiser Nero viermal vergeblich seine eigene Mutter zu töten. Erst beim fünften Mal gelang es ihm.
  • Eberhard II., Enkel der Gräfin Anna, ermordete am 31. Oktober 1322 seinen Bruder aufgrund eines Erbschaftsstreits im Schloss Thun.
  • 1359 – Cansignorio della Scala ermordete seinen Bruder Cangrande II. della Scala.
  • 1381 – Cansignorios unehelicher Sohn Antonio (1375–1387) ermordete 1381 seinen Bruder Bartolomeo (1375–1381).
  • Im Osmanischen Reich war der Brudermord beim Amtsantritt eines neuen Sultans vom 15. bis ins 17. Jahrhundert gängig. In einem Kânûn-nâme, welches Mehmed II. zugeschrieben wird, wurde der Brudermord vermeintlich gestattet, wenn es die "Ordnung der Welt" erfordere. Die Gesetzeskraft dieses Kânûn-nâme gilt aber als widerlegt.

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

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