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Gastrecht

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Die Götter haben den Koch nicht wegen des Mordes verflucht oder wegen des Prinzen in der Pastete, sondern weil er einen Gast unter seinem Dach getötet hat.
 
Bran Stark über den Rattenkoch ("Mhysa")

Gastrecht (im Original: Guest right) ist eine alte und heilige Tradition in Westeros.

AllgemeinesBearbeiten

Das Gastrecht, welches sich von dem Brauch der Gastfreundschaft ableitet, tritt dann in Kraft, wenn eine fremde Person, ungeachtet ihres Standes, die Speisen und Getränke des Gastgebers unter dessen Dach zu sich nimmt. Um das Gastrecht zu besiegeln, wird traditionell zuvor Brot und Salz gereicht.

Wenn das Recht in Kraft getreten ist, darf weder der Gast dem Gastgeber, noch umgekehrt, für die Dauer des Besuchs etwas antun. Das Gastrecht ist eine heilige Tradition, die von allen Kulturen und in allen Religionen in Westeros respektiert wird. Ein Bruch des Gastrechtes gilt als schweres Verbrechen (ebenso wie Sippenmord und Königsmord). Derjenige, der das Gastrecht verletzt, zieht den Zorn der Götter auf sich und gilt als verflucht.

In der SerieBearbeiten

GeschichteBearbeiten

Einer Legende zufolge wurde der Rattenkoch, ein unehrenhaftes Mitglied der Nachtwache, in eine riesige Weiße Ratte verwandelt, weil er einen Gast unter seinem Dach getötet hatte. Er war Koch auf der Nachtfeste im Dienste der Nachtwache. Der Koch brachte den Sohn des Königs um, als dieser die Nachtfeste besuchte. Er buk aus dem Prinzen eine Pastete, die er dem König servierte, der nichtsahnend von dem Geschmack der Pastete angetan war und um ein zweites Stück bat. Weil er gegen das Gastrecht verstoßen hatte, verwandelten die Götter den Koch in eine riesige, weiße Ratte, die nur ihre eigenen Jungen fressen konnte.[1]

Staffel 1Bearbeiten

Indirekt bricht Jaime Lennister das Gastrecht, während seines Aufenthaltes in Winterfell als Teil des Gefolges von Robert Baratheon. Er stößt Bran Stark vom Turm, bevor dieser ihn und seine Schwester Cersei an seine Familie verrät, um ihn zu töten.[2][3]

Nachdem ein Attentat auf Brandon Stark verübt wird, bringt Petyr Baelish Catelyn Stark darauf, dass die Tatwaffe Tyrion Lennister gehöre. Als sie auf ihn trifft, beschuldigt sie Tyrion sich als Gast unter ihrem Dach aufgehalten zu haben und den Mord an ihrem Sohn geplant zu haben.[4]

Staffel 2Bearbeiten

Craster nimmt die Überlebenden der Nachtwache bei sich auf, jedoch ohne sie nicht zu verhöhen und nicht richtig zu bewirten. Der Konflikt eskaliert als ein Mitglied der Nachtwache stirbt. Jeor Mormont ist außer sich vor Wut. Er meint, die Götter würden sie dafür bestrafen, dass sie das heilige Gesetz der Gastfreundschaft gebrochen haben. Karl Tanner meint jedoch, es gebe keine Gesetze Jenseits der Mauer und Craster sei nichts weiter als ein töchtermissbrauchender Wildlingsbastard. Das bringt Caster in Rage, er springt auf, schnappt sich eine Axt und geht auf Karl Tanner los. Der ist aber so gewand im Umgang mit den Messern, dass er Craster mühelos ausweicht und ihn ersticht. Der zu Hilfe eilende Lord Kommandant wird hinterrücks von Rast erstochen. Das ist der Beginn der Meuterei auf Crasters Bergfried.[5]

Die Rote Hochzeit stellt ein schweres Verbrechen des Gastrechtes dar, in der Walder Frey das Gastrecht gebrochen hat, indem er Robb Stark, Catelyn Stark, Talisa Maegyr und viele weitere Nordmänner ermordet, obwohl er mit ihnen zuvor Brot und Salz geteilt hat.

Als Bran Stark, Jojen Reet, Meera Reet, Hodor und Sommer die Nachtfeste erreichen und dort übernachten, erzählt Bran ihnen die Geschichte vom Rattenkoch.[1]

Staffel 4Bearbeiten

Sandor Clegane verletzt das Gastrecht, indem er einen Bauern niederschlägt und ihm Geld abnimmt. Dieser hatte ihn und Arya Stark in seinem Haus aufgenommen, sie bewirtet und ihnen Arbeit angeboten.[6]

Staffel 6Bearbeiten

Nachdem sie nach Westeros zurückgereist ist, vollzieht Arya Stark selbst Rache an Walder Frey und seinen Söhnen. Sie gibt sich als Dienstmagd auf den Zwillingen aus und backt aus den Söhnen Walders, Lothar Frey und Walder Strom, eine Pastete, die sie Walder vorsetzt und schneidet ihm danach die Kehle durch.[7]

Realer HintergrundBearbeiten

Wikipedia: Gastrecht

Das Gastrecht ist eine Rechtsform und existiert bereits seit der Antike. Damals gab es Vereinbarungen, Gästen Schutz zu garantieren, die in Rom zwischen Familien, in Griechenland zum Teil zwischen (Stadt-) Staaten geschlossen wurden. Ethik und Religion banden den Gastgeber, aber nicht das Gesetz. In vielen Kulturen ist es auch üblich die Gastfreundschaft mit besonderen Gesten zu besiegeln u.a. Brot und Salz zu reichen. Sie gelten als Zeichen der Zugehörigkeit zwischen Menschen oder als Symbol der Güte und Gastfreundschaft. Brot und Salz mit einem Mitmenschen zu teilen hieß stets ihn zu einem gemeinschaftsstiftenden, verbindenden Mahl zu laden, sein Wohlwollen oder seine Freundschaft anzustreben.

Siehe auch Bearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

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