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Erbrecht

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"The short answer is that the laws of inheritance in the Seven Kingdoms are modelled on those in real medieval history... which is to say, they were vague, uncodified, subject to varying interpretations, and often contradictory."

"Die Kurzantwort ist, dass die Gesetze der Erbfolge in den Sieben Königslanden, denen der mittelterlichen Geschichte nachempfunden wurden ... das heißt, sie sind vage, nicht festgeschrieben, unterliegen verschiedenen Auslegungen und sind oft widersprüchlich."

 
— Gemäß George R. R. Martin ist das Erbrecht in den Sieben Königslanden nicht eindeutig.
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Eddard Stark trägt statt Joffrey Baratheon den "rechtmäßigen Erben" in das Testament von Robert Baratheon ein.

Das angewandte Erbrecht folgt in der Regel dem Erstgeburtsrecht, eine Favorisierung der männlichen Linie, der das gesamte Erbe zufällt.

Eine Ausnahme bildet Dorne, dessen regionale Gebräuche sich vom Rest der Sieben Königslande unterscheiden, da es vor etwa einem Jahrhundert nicht durch Eroberung sondern durch ein friedliches Ehebündnis dem Reich beitrat, womit ihre Gesellschaft beinahe unangetastet blieb. So praktiziert Dorne ebenfalls das Erstgeburtsrecht, wonach der älteste Nachkommen das Erbe antritt, allerdings unabhängig von seinem Geschlecht.

In der SerieBearbeiten

Die feudale Gesellschaft der Sieben Königslande praktiziert ein Erbrecht basierend auf dem Erstgeburtsrecht, wodurch dem designierten Erbe alle Ländereien und Besitztümer der Eltern zufallen, unter Ausschluss der jüngeren Geschwister. Der Erbe der Linie wird durch das Geburtsrecht bestimmt, wonach der ältere Bruder Vorrang vor einem jüngeren Bruder hat. Viele Erben versuchen jedoch für ihre jüngeren Geschwister zu sorgen, indem sie ihnen Mittel oder geringe Besitztümer zu teilen, um in ihrem Namen zu herrschen. Allerdings ist dieses Vorgehen keinesfalls festgeschrieben und obliegt dem Erben.

Eine weitere wichtige Regelung, die durch das Erstgeburtsrecht vorherrscht, ist die Tatsache, dass die Nachkommen eines Lords in der Erbfolge vor seinen jüngeren Geschwistern stehen. Der jüngere Bruder eines Lords würde nur dann erben, wenn die Linie des älteren Bruders erlischt, ohne einen lebenden, legitimen Nachkommen. Formell bedeutet das, wenn ein Lord stirbt, kann sogar die alleinige Tochter in der Erbfolge vor seinem Bruder stehen.

Faktisch gesehen, wird dieser Anspruch jedoch häufig von Onkeln und Tanten angefochten, die sich meistens als geeigneter für die Herrschaft betrachten als ihre Neffen und Nichten. Dies geschieht nicht immer zu Unrecht, denn ein Haus, das offiziell von einer Frau geführt wird, gilt als schwach und leicht angreifbar durch ihre Nachbarn. Es gibt Fälle, in denen ein Onkel seinen Anspruch über die Nachkommen seines älteren Bruders stellte und dafür breite Unterstützung fand, weil er zum Schutz der Familie handelte. Allerdings gibt es auch andere Begehrlichkeiten, die nur darauf abzielen, die rechtmäßigen Erben zu verdrängen, um die eigene Herrschaft zu etablieren. Solche Situationen führten häufig zu Nachfolgekonflikten.

Es gibt gegenwärtig drei unterschiedliche Variationen des Erstgeburtsrechts in den Sieben Königslanden:

Andalisches ErbrechtBearbeiten

Gemeinhin als "Erstgeburtsrecht" bekannt, ist vorherrschendes Recht in fast allen Teilen der Sieben Königslanden. Gemäß diesem System, erben Nachkommen in der Reihenfolge ihrer Geburt, jedoch stehen Töchter hinter ihren Brüdern.

Dornisches ErbrechtBearbeiten

Dorne trat erst vor etwa einem Jahrhundert nicht durch Eroberung, sondern durch ein friedliches Ehebündnis den Sieben Königslanden bei. Dadurch war es möglich, die dort einzigartigen Bräuche zu erhalten. Einer der größten Unterschiede ist das gleichberechtigte Erstgeburtsrecht. Gemäß diesem System erbt der älteste Nachkomme, unabhängig von seinem Geschlecht.

Königliches ErbrechtBearbeiten

Etwa 170 Jahre vor dem Krieg der Fünf Könige, kam es zu einem verheerenden Bürgerkrieg innerhalb des Hauses Targaryen, als die Nachfolge von Rhaenyra Targaryen durch ihren jüngeren Halbbruder Aegon II. Targaryen angefochten wurde. Im Ergebnis dieses Nachfolgekonflikts, der in dieser Form nie wieder auftreten sollte, modifizierten die Targaryens für die königliche Thronfolge das Erstgeburtsrecht, wonach ein weiblicher Erbe hinter jeden denkbaren männlichen Erben zurück steht.

Als Robert Baratheon das Haus Targaryen in einer Rebellion stürzte und selbst den Eisernen Thron bestieg, tat er dies zum Teil durch seine entfernte Verwandtschaft mit der königlichen Linie. Die neu gegründete Baratheon-Dynastie führte das modifizierte Erstgeburtsrecht der Targaryens fort.

In den BüchernBearbeiten

Sieben KönigslandeBearbeiten

Die männliche Präferenz des Erstgeburtsrechts ist üblich, aber nicht verbindlich für den Großteil des Adels. Der älteste Sohn eines Mannes ist sein Erbe, gefolgte von seinem zweiten Sohn, dann dem dritten Sohn usw. In der Theorie, steht der jüngste Sohn in der Erbfolge vor einer älteren Tochter, nach der die weiteren Schwestern in der Erbfolge stehen. In der Praxis sind es für gewöhnlich Söhne, die es schaffen, ihren Lehnsherren von ihrem Erbanspruch zu überzeugen. Das Schwert kann einen erblichen Anspruch begründen. Robert I. Baratheon wurde nach Roberts Rebellion gekrönt, obwohl auch in ihm Targaryen-Blut floss. Dennoch, gibt es Beispiele für Ladies, die aus eigenem Recht herrschen.

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In Dorne wird das gleichberechtigte Erstgeburtsrecht praktiziert.

In Dorne jedoch, gibt es in der Erbfolge keinen Unterschied zwischen Söhnen und Töchtern, die unabhängig ihres Geschlechts in der Reihenfolge ihrer Geburt erben. Es ist nicht bekannt, ob Frauen auf den Eiseninseln erben und herrschen können.

Adelstitel und Ländereien werden innerhalb der Familie weitergeben; der Ritterstand ist nicht erblich, sondern wird dem einzelnen aufgrund seiner Verdienste verliehen und nicht aufgrund seiner Geburt. In den größeren Häusern, in denen ältere Geschwister bedeutende Titel und Ländereien erben, werden manchmal geringere Besitzungen und Festen an ihre jüngeren Brüder verliehen, die das Land als Vasallen kontrollieren. Variationen können auftreten, insbesondere in Bezug auf die Stellung der Töchter: obwohl dem Gesetz nach, eine Tochter vor ihrem Onkel oder Vetter erben sollte, kann ein männlicher Verwandter einen Anspruch darauf erheben und als bessere Wahl für einen Erben beurteilt werden.

Ein Lord kann bestimmte Bedingungen an das Erbe knüpfen oder die Erbfolge ändern, was nach seinem Tod zu Erbauseinandersetzungen führen kann, die dann mit dem Schwert ausgetragen werden. Als Beispiel hatte Lord Tywin Lennister seinen ältesten Sohn, Ser Jaime Lennister, als Erbe von Catserlystein vorgesehen und sich dabei geweigert, den Anspruch seines jüngeren Sohnes, Tyrion Lennister, anzuerkennen, obwohl Jaime durch seine Mitgliedschaft bei der Königsgarde formell vom Erbe ausgeschlossen war. Falls der Erbe eines Lords eine Tochter ohne Gemahl ist, könnte der Lord festschreiben, dass sie in einer bestimmten Zeit heiraten muss oder das Erbe geht auf einem Vetter über.

Die Rolle von legitimierten Bastarden innerhalb der Sieben Königslande ist ebenfalls unklar, ob sie hinter den leiblichen Nachkommen stehen oder gleichberechtigt in der Reihenfolge der Geburt. Nicht legitimierte Bastarde haben keinen Erbanspruch.

Erben, die in ein anderes Haus geboren wurden, können ihren Geburtsnamen ablegen und den Namen der Familie annehmen, deren Erbe sie antreten. Ein Beispiel wäre Beren Tallhart, der möglicherweise den Namen Hornwald angenommen hätte.

Eiserner ThronBearbeiten

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Rhaenyra Targaryen einzige Königin der Sieben Königslande aus eigenem Recht.

Das Erbrecht der Targaryens unterscheidet sich vom restlichen Westeros. Im Jahr 92 n. A. E. wurde Rhaenys von König Jaehaerys I. Targaryen übergangen, die Tochter seines verstorbenen und ältesten Sohnes Aemon, zu Gunsten des nächst ältesten Sohnes Baleon. Viele Lords in Westeros favorisierten die männliche Linie vor der weiblichen Linie und viele glaubten, dass der Große Rat von 101 n. A. E. einen Präzedenzfall darstellte, wonach der Eisernen Thron nicht auf eine Frau oder dem männlichen Nachkommen einer Frau übergehen kann. Jaehaerys späterer Nachfolger, Baelons Sohn Viserys I. Targaryen, missachtete die Präzedenzfälle von 92 und 101 n. A. E. und ernannte stattdessen seine Tochter Rhaenyra Targaryen zum Erben. Dies führte schließlich zu einem Bürgerkrieg, bekannt als der Drachentanz.

Gemäß einem Halb-Kanon, stehen nach dem Drachentanz die Frauen hinter allen Männern in der Targaryen-Erbfolge. Die Ausführung dieser Tradition zeigte sich in den folgenden Jahrzehnten, als nach dem Tod von König Daeron I. und König Baelor I., ihr Onkel Viserys II. den Thron erbte und damit die Ansprüche der drei Schwestern von Daeron und Baelor, sowie deren Kinder, unberücksichtigt blieben. Nach dem Tod von König Maekar I. Targaryen wurde der Anspruch seiner einfältigen Enkelin Vaella Targaryen unverzüglich fallen gelassen.

Realer HintergrundBearbeiten

Primogenitur bezeichnet fachsprachlich die Ordnung der Erbfolge, nach der nur das erstgeborene oder älteste Kind das Erbe und die Rechtsnachfolge einer verstorbenen Person antritt, während mögliche Geschwister unberücksichtigt bleiben. Im alten Adelsrecht galt die Primogenitur vor allem in Königshäusern zur Festlegung der Thronfolge sowie in herrschenden Fürstenhäusern zur Bestimmung der Regentenfolge. In der Regel konnten dabei nur älteste Söhne die Erbfolge antreten; Töchter waren entweder ganz ausgeschlossen oder wurden ihren Brüdern gegenüber zurückgesetzt. Dies war vor allem der Tatsache geschuldet, dass nach der Heirat einer Tochter ihre Kinder der Familie ihres Ehemannes zugerechnet, seinen Familiennamen tragen und seine Stammlinie fortsetzen würden, nicht aber die Linie ihrer Mutter und deren Vaters. Gab es keinen männlichen Nachkommen, regelten familieneigene Hausgesetze die Erb- und Rechtsnachfolge, beispielsweise in der Form eines Majorats oder eines Minorats, in seltenen Fällen auch durch ein Erbtochter- oder Erbjungfernrecht. Ein Primogeniturtitel konnte als offizieller Namensbestandteil nur an den Erstgeborenen weitervererbt werden.

Siehe auch Bearbeiten

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