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"Die Große Septe von Baelor" (im Original: "Great Sept of Baelor") ist ein animierter Kurzfilm aus dem Legenden und Überlieferungen, die als Extra in der Blu-Ray-Staffelbox der sechsten Staffel von Game of Thrones enthalten ist. Die Erzählung wird von Jonathan Pryce in seiner Rolle als Hoher Spatz gesprochen.

Zusammenfassung

Der Hohe Spatz spricht über die Errichtung der Großen Septe von Baelor durch Baelor Targaryen.

Inhalt

Hoher Spatz: Feuer und Blut geben armselige Mittel ab, so wie Könige armselige Diener abgeben. Die Targaryens nannten sich Drachen, lange nachdem das letzte Ungetüm gestorben war. Vielleicht ist es nur passend, dass auch ihre Bescheidenheit ungeheuerlich war. Menschen beteten auf Visenyas Hügel bereits Tausende von Jahren, bevor Visenya kam und Baelor das Heiligtum errichtete, welches seinen Namen trägt. Die gewaltige Kuppel und die Türme der Großen Septe von Baelor können von überall in der Stadt aus gesehen werden, nicht aber von dem weiten Land aus, welches dafür bezahlt hat. Die sieben Glocken können bis nach Drachenstein vernommen werden, wann immer ein König stirbt. Doch keine läutete für die Steinmetze, Glaser und Schmiede, die es erschaffen haben.

Die Große Septe wurde erbaut, um einem Mann deutlich zu machen, wie viel großartiger als er die Götter sind. Ein edler Zweck, und in dieser Hinsicht erfolgreich. Die Sonne flutet die Hauptkammer durch einen siebenzackigen Stern und beleuchtet die Sieben, welche über den Sterblichen aufragen. Das Alte Weib mit ihrer Laterne für verlorene Seelen, die Mutter mit ihren offenen Armen, der Vater mit seiner Waage der Gerechtigkeit, die Jungfrau mit ihrer Reinheit, der Krieger mit seinem Schwert, der Schmied mit seinem Hammer und zuletzt der Fremde mit seinem verhüllten Gesicht. Pilger durchqueren die Sieben Königslande, um hier zu Füßen ihrer Götter Kerzen zu entzünden, aber dies sind nicht die Götter. Die Sieben sind in der Großen Septe nicht mehr von Stein umschlossen, als sich die Seelen von toten Königen in den Gräbern darunter befinden.

Um sein Gebilde bis zum Punkt der Eitelkeit zu verwalten, ließ Baelor den Hohen Septon des Glaubens von dessen alten Sitz in Altsass kommen und beschenkte ihn mit verzierten Gewändern sowie einer Krone aus Kristallen und Gold, und wie ein Narr zog sich der Hohe Septon das Narrengewand seines Lords an und tanzte an dessen Tisch, und mit jedem weiteren Jahr sanken die Hohen Septone tiefer. Wie kann die Herde vor Wölfen geschützt werden, wenn der Schäfer im Wolfsbau nächtigt? Baelor selber ernannte einen einfältigen Steinmetz, weil er ihn für den wiedergeborenen Schmied hielt, und als dieser gestorben war, ersetzte Baelor ihn durch einen achtjährigen Jungen, den Baelor mit Tauben hatte sprechen sehen, welche mit den Stimmen der Sieben antworteten. Dennoch verehrt das gemeine Volk Baelor als den Seligen. Sie erzählen davon, wie er einen hohen Lord dazu zwang, die Füße eines Bettlers zu waschen, wie er fastete, um seine widernatürlichen Begierden zu zügeln, und wie er selber den Knochenweg beschritt, um mit Dorne Frieden zu schließen. Viele Septone und Septas behaupten sogar, dass Baelor seinen Cousin, den Drachenritter, aus einer Schlangengrube rettete, da keine Schlange einen so reinen und heiligen Mann angreifen würde. Eine Lüge! Baelor wurde ein Dutzend Mal gebissen und war ein Halbes Jahr ans Bett gebunden, und dennoch starb er nicht, noch zerstörten seine Hohen Septone den Glauben.

Die Statue von Baelor dem Seligen mag die Menschen vor den Toren grüßen, doch wenn sie die Große Septe betreten, sehen sie nicht das Gold oder die Kristalle oder die Bestrebungen eines demütigen Mitglieds einer mächtigen Dynastie. Sie sehen die Götter. Sie fühlen Ehrfurcht im Angesicht göttlicher Pracht und ihrer eigenen Bedeutungslosigkeit. Die Götter wirken durch Baelors Stolz und Eitelkeit so wie sie durch uns alle wirken. Denn der Glaube ist mehr als eine Septe. Der Glaube ist mehr als ein Hoher Septon, mehr als all die Septone und Septas, die zu den Lebenden predigen. Mehr als die Schweigenden Schwestern, welche die Toten zurechtmachen. Der Glaube ist der Wille der Götter und wir alle sind seine Werkzeuge. Könige und Bettler, Lords und Schuster, Löwen und Spatzen.

Auftritte und Erwähnungen

Charaktere

Häuser

Gruppierungen und Institutionen

Orte

Religionen

Nationen

Titel

Sonstiges

Anmerkungen

Galerie

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