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R'hllor

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Weitergeleitet von Der Herr des Lichts

Herr des Lichts, komm zu uns in unserer Finsternis. Wir opfern dir diese falschen Götter. Nimm sie und lasse dein Licht über uns leuchten, denn die Nacht ist Dunkel und voller Schrecken.
 
Melisandre betet zu R'hllor ("Der Norden vergisst nicht ")
ProfilHerrDesLichts1

Das feurige Herz von R'hllor, das Symbol des Glaubens.

R'hllor, auch bekannt als der Herr des Lichts und der Rote Gott, sowie das Herz des Feuer und der Gott von Flamme und Schatten, ist eine Gottheit, die weitentfernt auf dem Kontinent Essos verehrt wird. Der Herr des Lichts wird als Feuergott dargestellt und sein Klerus als Feuerpriester. Die Religion konzentriert sich bei der Anbetung auf Feuer und Licht. Es ist eine Hauptreligion in mehreren der Freien Städte, deren Einfluss bis nach Asshai im fernen Osten reicht. Der Glaube an den Herrn des Lichts ist in Westeros beinahe unbekannt.

In der SerieBearbeiten

GlaubeBearbeiten

Die Religion geht von der Existenz einer einzigen, allmächtigen Gottheit aus, die von den Anhängern als R'hllor verehrt wird. Er ist der Gott des Feuers, der Licht, Hitze und Leben verkörpert und gegen Dunkelheit, Kälte und Tod kämpft, die durch seinen Gegenpart und Gottheit, genannt der Große Andere, vertreten werden. Aufgrund der dualistischen Weltanschauung dieses Glaubens, betrachten fanatische Anhänger den Herrn des Lichts als einzig wahren Gott und alle andere Götter und Religion – wie die alten Götter des Waldes, den Ertrunkenen Gott und den Glauben der Sieben – als Dämonen und falsche Götzen, die gestürzt und niedergebrannt werden müssen.

Zum Glauben gehört die Verehrung und Anbetung von Feuer und Licht. Schatten sind ebenfalls wichtig, weil sie vom Licht erschaffen werden. Gottesfürchtige glauben an Prophezeiungen und Visionen, letztere sollen sie vom Herrn des Lichts erhalten, wenn sie in das Feuer blicken. Melisandre behauptet, auf diese Weise Zukunftsvisionen erhalten zu haben. Im Gegensatz zu anderen Religionen, wie den alten Göttern des Waldes oder dem Ertrunkenen Gott, welche fast nur mündliche Überlieferungen kennt, besitzt der Glauben an den Herrn des Lichts mehrere heilige Schriften, ähnlich denen der Sieben. Allerdings sind sie umfangreicher und vielschichtiger als die Bücher vom Glauben der Sieben. Dazu sind sie deutlich besser geschrieben, so dass die Menschen schneller bekehrt werden können. Der Leser erkennt Strukturen und glaubt logische Zusammenhänge zu sehen, welche auch auf sein eigenes Leben zutreffen.

Während zum Glauben der Sieben die Existenz von Sieben Himmeln und Sieben Höllen gehört, gehen die Anhänger des Herrn des Lichts davon aus, dass es sich bei gegenwärtigen Welt um die Hölle handelt, die einzige Hölle, aus deren Dunkelheit der Herr des Lichts seine Getreuen retten wird. Außerdem erwarten sie die Ankunft eines auserwählten Kriegers, der die Dunkelheit mit dem Schwert Lichtbringer bekämpfen wird, The Prince That Was Promised, dem die Wiedergeburt prophezeit wurde, inmitten von Rauch und Salz.

PraktikenBearbeiten

Die meisten Praktiken der Anbetung beinhalten das Feuer. Es reicht von einem einfachen Freudenfeuer bis zu seiner extremsten Form, der Verbrennung von Ungläubigen, die dem Herrn des Lichts geopfert werden. Das Symbol des Glaubens ist ein feuriges Herz. Der Glaube wird in den verschiedenen Regionen unterschiedlich stark gelebt. Während die Anhänger in Asshai, der Heimat des Glaubens an R'hllor, am fanatischsten sind, verhalten sich die Gläubigen im westlichen Essos deutlich gemäßigter. Die wenigen Anhänger aus Westeros wiederum, gelten für gewöhnlich als sehr fanatisch.

Die Religion wird von den Roten Priestern geführt, der Männer und Frauen gleichermaßen beitreten können. In den Tempeln erhalten die Roten Priester des Feuers und singen jede Nacht Gebete, in denen sie den Herrn des Lichts darum bitten, die Morgendämmerung zurückzubringen. Während sie sich in Ekstase befinden, können sie Dinge in den Flammen sehen. Angeblich sind sie dabei in der Lage, in die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft zu sehen. Die Priester des Roten Gottes sind meist freie Menschen, die sich entschließen, R'hllor zu dienen. Jedoch gibt es in Essos das übliche Verfahren Sklaven zu kaufen, wodurch die Reihen der Priester aufgefrischt werden. In den Städten rund um die Sklavenbucht und in Essos werden die Tempel auch von Sklavensoldaten beschützt. Die Priester unterscheiden sich durch die Robe der Priester von den Sklavensoldaten von R'hllor.

Zu einem gemeinsamen Gebet der Anhänger des Herrn des Lichts gehört der Ausspruch "Die Nacht ist dunkel und voller Schrecken", gefolgt von der Antwort "Lord, cast your light upon us." Bei der Interaktion miteinander neigen Rote Priester dazu, in Hochvalyrisch zu sprechen und begrüßen sich mit dem traditionellen valyrischen Ausspruch Valar morghulis/Valar dohaeris, auch wenn es möglicherweise mehr mit dem kulturellen Hintergrund der meisten Roten Priester zu tun hat, statt mit der Religion selbst.

Staffel 1Bearbeiten

Der Rote Priester Thoros von Myr war ein bedeutendes Mitglied von König Robert Baratheons Hofstaat, bevor dieser verstarb.[1]

Staffel 2Bearbeiten

Die rote Priesterin Melisandre aus Asshai kam nach Drachenstein an den Hof von Stannis Baratheon. Sie war davon überzeugt, Stannis sei der Herr des Lichts, der Auserwählte von R'hllor. Schnell schaffte sie es, Stannis davon zu überzeugen, dass er mit seinem Schwert Lichtbringer das Böse zerstören wird. Zwar waren einige seiner Höflinge inklusive Davos Seewert sehr skeptisch, was den Herrn des Lichts angeht. Allerdings konnte sie auch Höflinge wie Matthos Seewert, einen Sohn von Davos, bekehren.

Am Strand unterhalb der Burg hielt Melisandre eine Zeremonie ab, während religiöse Artefakte des Glaubens der Sieben verbrannt wurden. Cressen, der Maester von Drachenstein bemerkte die Gefahren, die der Glaube mit sich bringt wird und versuchte die Bekehrungen zu stoppen. Als er merkte, dass er nur auf taube Ohren stieß, griff er zum äußersten Mittel. Er versuchte Melisandre mit vergiftetem Wein zu ermorden. Sowohl Melisandre als auch Cressen tranken, jedoch überlebte Melisandre unbeschadet, während letzterer starb.[2]

Die rote Priesterin sagte Stannis, sie werde ihm einen Sohn gebären. Schnell wurde sie wirklich schwanger. Später, nach dem Treffen zwischen Stannis und Renly, bekam Davos den Befehl, Melisandre per Schiff ein Stück zu schmuggeln. In einer Höhle bekam sie Wehen und das Kind kam. Allerdings war es nicht menschlich sondern ein furchterregener Schatten.[3] Dieser tauchte später auf einmal im Zelt von Renly auf und ermordete ihn.[4]

Erwähnenswerte AnhängerBearbeiten

Stannis sigil square

Haus Baratheon von Drachenstein

Unterschiede zum BuchBearbeiten

Es gibt Verbindungen zwischen R'hllor und dem Gott des Todes, die aber ausschließlich in der Serie Game of Thrones genannt werden. So gibt es in der Serie eine Dialogszene, in der sich Jaqen H'ghar zu einem Gott bekennt, vermutlich den Gott des Todes, da er ein Gesichtsloser ist, aber diesen als "Roten Gott" bezeichnet, ein anderer Name für R'hllor. Später wird in der Serie der Ausspruch "Valar morghulis" und "Valar Dohaeris" von den Anhängern R'hllors verwendet, obwohl dieser in den Büchern von den Gesichtslosen aufgesagt wird. Eine mögliche Erklärung ist, das der Glaube an den Gott des Todes eine synkretistische Religion ist, die besagt, dass jeder Gott oder Gottheiten nur eine weitere Facette vom Gott des Todes ist.

In den BüchernBearbeiten

In der Saga "Das Lied von Eis und Feuer" ist R'hllor, der auch Herr des Lichts, das Herz des Feuers, der Gott von Flamme und Schatten genannt wird, ein bedeutender Gott in Essos, der allerdings nur wenige Anhänger in Westeros hat, wo er als der Rote Gott bekannt ist. Sein Symbol ist ein feuriges Herz.

Glaube Bearbeiten

Die Religion basiert auf einem dualistischen, manichäischen Weltbild: R'hllor, der Gott des Lichts, Hitze und Leben, und R'hllors Gegenpart, der Große Andere, der Gott von Eis und Tod. Sie betrachten das Schicksal der Welt, um das ein ewiger Kampf tobt; ein Kampf, der nach den alten Prophezeiungen aus den Büchern von Asshai nur endet, wenn Azor Ahai, ein Messias, zurückkehrt und ein brennendes Schwert führt, genannt Lichtbringer, das Rote Schwert der Helden, und Drachen aus Stein erweckt.

KlerusBearbeiten

Der Klerus von R'hllors Religion werden "Rote Priester" genannt, wegen den unkonventionellen, purpurroten Roben, die sie tragen. Den Roten Priestern können Männer und Frauen angehören. Im Osten sind sie ein allgegenwärtiger Anblick, wo der Glauben weitverbreitet ist und Kinder manchmal in die Tempel von R'hllor gegeben werden, um in der Priesterschaft aufzusteigen. Die Tempel, oft auch "Rote Tempel" genannt, erwerben Kindersklaven, die bekannt sind als Sklaven von R'hllor und erziehen sie als Priester, Tempelprostituierte oder Krieger. Die Krieger, welche die größeren Tempel beschützen werden Feurige Hand genannt.

Bekannte TempelBearbeiten

  • Der Rote Tempel in Pentos
  • Der Rote Tempel in Braavos
  • Der Rote Tempel in Lys, gemäß eines Halb-Kanon befindet sich einer der größten Tempel von R'hllor in Lys.
  • Der Rote Tempel in Selhorys
  • Der Rote Tempel in Volantis
  • Ein kleiner Roter Tempel in Altsass, der von Seefahrern besucht wird.
  • Es gibt vielleicht einen Roten Tempel in Dorne (hingewiesen durch Obara Sand).

Bekannte PriesterBearbeiten

  • Benerro, Hohe Priester von R'hllor in Volantis
  • Thoros von Myr
  • Moqorro
  • Melisandre von Asshai
  • Ezzelyno

RitualeBearbeiten

Jeden Abend entzünden die roten Priester Feuer und singen Gebete in ihren Tempeln, bitten R'hllor darum, die Dämmerung zurück zu bringen. Anhänger blicken oft angestrengt in die Flammen, in der Hoffnung, Vision über die Zukunft zu erhalten. Es wird angenommen, dass R'hllor gelegentlich die Gebete seiner Anhänger erhört, durch die Visionen und Fähigkeiten, wie das erwecken von Toten. Die Priester des R'hllor scheinen auch in der Lage, Feuer mit den bloßen Händen zu beschwören und damit Feinde anzugreifen oder einfach um das gemeine Volk zu beeindrucken. Einige Riten, die durch die Roten Priester praktiziert werden, umfassen auch die rituelle Opferung durch Verbrennung. Nach Melisandre, spricht R’hllor zu seinen Auserwählten durch gesegnetes Feuer, in einer Sprache aus Asche und Schlacke und verdrehten Flammen, die nur ein Gott wirklich begreifen kann.

Das Urteil durch Kampf ist eine anerkannte Praktik im Glauben von R'hllor; Anhänger beten vor dem Kampf zu R'hllor, der ihnen Kraft schenken soll. "Die Nacht ist dunkel und voller Schrecken", ist eine häufig verwendete Phrase in Gebeten an R'hllor.

GeschichteBearbeiten

Der Glaube an R'hllor stammt ursprünglich vom Kontinent Essos und ist in Westeros nur wenig populär. Zu den jüngsten Bemühungen, den Glauben in Westeros zu verbreiten, war die Entsendung des Roten Priesters Thoros nach Königsmund, um den Feuerbesessenen Aerys II. zu bekehren. Dieser Versuch scheiterte, weil Thoros nicht fähig war, Aerys mit seinem Feuerzauber zu beeindrucken.

Wie andere Arten der Magie, scheint auch die Magie von R'hllor mit dem Tod der letzten Targaryen Drachen verblasst zu sein, doch mit der Rückkehr der Drachen im Osten, wurden auch die Kräfte der Priester von R'hllor gestärkt. Thoros, der sich im Tempel von Myr aufhielt, erlebte keine Form dieser neu entdeckten Kräfte. Allerdings, mit der Rückkehr der Drachen, gelang es ihm Beric Dondarrion, während eines traditionellen R'hllor Begräbnis, wiederzubeleben. Melisandres Fähigkeiten sind seit ihrer Ankunft an der Mauer angewachsen.

Das Lied von Eis und FeuerBearbeiten

Zwei neue Zirkel der Anbetung entstanden in Westeros, die den Roten Priestern von R'hllor folgten. Thoros und Beric gründeten die Bruderschaft ohne Banner, eine Bande Gesetzloser, zum Teil durch ihren Glauben an R'hllor verbunden. Auf Drachenstein wirkte Melisandre einen Feuerzauber und überzeugte Stannis Baratheon davon, die Identität von Azor Ahai anzunehmen. Doch Berics endgültigen Tod und der Niederlage von Stannis am Schwarzwasser, schwächten den Einfluss von Thoros und Melisandre auf ihre Anhänger.

Gemäß dem Hohen Septon, war Lord Stannis vom wahren Glauben an die Sieben zu dem eines Roten Dämons gewechselt, einer falschen Religion, die keinen Platz in den Sieben Königslanden hat.

Realer HintergrundBearbeiten

Wikipedia: Zoroastrismus
ProfilFaravahar-Gold1

Das Symbol Faravahar, die Darstellung der menschlichen Seele vor der Geburt und nach dem Tod.

Laut George R.R. Martin, beruht dieser Glauben grob auf der Feueranbetung des Zoroastrismus. Der dualistische Aspekt dieser Religion, der eines guten und eines bösen Gottes, ist ebenfalls von Zoroastrismus inspiriert. Der Zoroastrismus ist eine um 1800 v. Chr.-700 v. Chr. vermutlich in Baktrien entstandene, dualistische Religion, die ursprünglich im persischen Raum verbreitet war. Die Anhänger des Zoroastrismus werden Zoroastrier genannt, die Anhängerschaft im heutigen Indien bezeichnet man auch als Parsen.

Im Zentrum des Glaubens, der auf ältere persische Kulte zurück geht, steht der Schöpfergott Ahura Mazda. Er wird begleitet von unsterblichen Heiligen, sowie von seinem Widersacher, dem bösen Dämon Angra Mainyu. Obwohl die Zoroastrier mehrere Gottheiten kennen, ist die Religion grundsätzlich vom Dualismus zwischen Ahura Mazda und Angra Mainyu geprägt. Der Zoroastrismus ist eine Schriftreligion und basiert auf der heiligen Schrift Avesta. Gottesbilder sind dem Zoroastrismus fremd. Er kennt allerdings Feuertempel.

Siehe auch Bearbeiten

Referenzen Bearbeiten

  1. "Krüppel, Bastarde und Zerbrochenes"
  2. "Der Norden vergisst nicht"
  3. "Der Garten der Knochen"
  4. "Der Geist von Harrenhal"

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