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Beischlafzeremonie

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Es ist Tradition. Ohne die Beischlafzeremonie gäbe es keinen Beweis dafür, das Lord und Lady ihre Ehe vollzogen haben.
 
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Roslin Frey wird zu ihrer Beischlafzeremonie getragen.

Die Beischlafzeremonie (im Original: Bedding) ist eine Hochzeitstradition, die in ganz Westeros praktiziert wird. Es soll als Beweis dafür dienen, dass Braut und Bräutigam die Ehe vollzogen haben. Sie wird für gewöhnlich abgehalten sobald das offizielle Hochzeitsfest vorüber ist. Männliche Hochzeitsgäste tragen die Braut, während sich die weiblichen Hochzeitsgäste des Bräutigams annehmen und ihn ebenfalls zum Schlafgemach tragen, während sie auf dem Weg dorthin deftige Witze erzählen und das Paar entkleiden.

In den SerieBearbeiten

Bekannte BeischlafzeremonienBearbeiten

  • Eddard Stark verbot die Beischlafzeremonie nach der Hochzeit mit Catelyn Tully, da er es für Unrecht hielt, jemandem in seiner Hochzeitsnacht den Kiefer zu brechen.
  • Auf dem Hochzeitsfest von Sansa Stark und Tyrion Lennister versucht König Joffrey Baratheon die Beischlafzeremonie zu initiieren und Sansa damit weiter zu demütigen. Der betrunkene Tyrion setzt dem jedoch rasch ein Ende, indem er Joffrey droht und anschließend darüber als schlechten Witz lacht. Lord Tywin Lennister verzichtet schließlich auf die Beischlafzeremonie.
  • Nach dem Hochzeitsfest von Lord Edmure Tully und Roslin Frey leitet Lord Walder Frey die Beischlafzeremonie ein und die Gäste tragen das Brautpaar hinaus. Danach beginnt das Gemetzel, welches später als Rote Hochzeit bekannt wurde. Edmure wird aus dem Bett gezerrt und als Gefangener in das Verlies gebracht.

In den BüchernBearbeiten

Auch in der Saga Das Lied von Eis und Feuer ist die Beischlafzeremonie eine Tradition in Westeros, die am Ende des Hochzeitsfestes stattfindet. Dabei wird das frischverheiratete Brautpaar zu ihrem Bett getragen, um dort die Ehe zu vollziehen. Die Braut wird von den Männern getragen, die sie entkleiden und dabei für gewöhnliche derbe Witze erzählen, die sich auf das beziehen, was sie im Ehebett zu erwarten hat. Die Frauen tun das gleiche mit dem Bräutigam. Erst nachdem beide nackt im Bett liegen, werden die Frischvermählten allein gelassen; bis zu dem Punkt, da die Gäste außerhalb des hochzeitlichen Gemaches Vorschläge durch die Tür brüllen.

Recht der Ersten NachtBearbeiten

Die Erste Nacht (im Original: First night) ist eine zumeist ausgestorbene Ehetradition in Westeros. Gemäß dieser Tradition konnte bei der Ehe zwischen Bürgerlichen oder Bauern ihr Lord oder König den Beischlaf mit der Braut in der ersten Nacht fordern. Diese Tradition ermöglichte es sogar dem König das Bett von adligen Frauen in ihrer Hochzeitsnacht zu teilen, auch wenn dies nur sehr selten praktiziert wurde, da ein kluger Herrscher fürchten musste, dass er damit den Groll seiner Vasallen auf sich zieht und vielleicht sogar Feinde schafft.

Die Tradition der ersten Nacht führte unter den Bürgerlichen zu geheimen Hochzeiten und deren Verschweigen gegenüber ihren Lords. Der Bräutigam wollte seine Braut nicht teilen und die Braut nicht von zweien genommen werden. In Westeros wurde sie über Jahrhunderte angewandt, bis zur Herrschaft von König Jaehaerys I. Targaryen, der dem Ratschlag seiner Königin Alysanne Targaryen folgte und die Tradition verbot. Dies machte Alysanne beliebt beim gemeinen Volk, auch wenn einige Lords es übel aufnahmen.

Obwohl es gegen bestehendes Recht verstößt, gibt es Gerüchte, dass einige Häuser von Westeros wie das Haus Bolton und das Haus Umber, sowie die Bewohner von SkagosEuF.jpg und einige der nördlichen Bergstämme das Recht der ersten Nacht immer noch illegal fortführen. Bei der Hochzeit zwischen Lord Tywin Lennister mit Joanna Lennister scherzte der betrunkene König Aerys II. Targaryen darüber, wie bedauerlich es sei, dass die erste Nacht verboten wurde und er nahm sich in der Folge einige Freiheiten bei der Beischlafzeremonie heraus, als die Männer des Festes begannen, die Braut zu entkleiden.

Realer HintergrundBearbeiten

BeilagerBearbeiten

Beim rituellen Beilager wurden Braut und Bräutigam nacheinander in ein festlich hergerichtetes Ehebett geleitet. Regional unterschiedlich wurden sie zueinander ins Bett gesetzt oder gelegt. In jedem Fall wurde das Paar mit einer gemeinsamen Decke bedeckt. Der Vorgang hatte Rechtskraft und brauchte deshalb Zeugen, die später die juristische Vollziehung der Ehe bezeugen sollten. Ein ranghoher Zeuge oder Verwandter erfragte die Zustimmung des Paares. Der gesamte Ritus gehörte zur Muntehe, die Vormundschaft über die Frau ging vom Vater auf den Ehemann über.

Ein fürstliches Beilager wurde mit entsprechendem Pomp gestaltet. Der (vor-)eheliche Beischlaf war möglicherweise im frühen Hochmittelalter Bestandteil des rituellen Beilagers. Beschreibungen des 15. Jahrhunderts aber lassen die Brautleute bekleidet in das symbolische Ehebett steigen, die fleischliche Vereinigung des Paars folgte ohne Zeugen in der Hochzeitsnacht. Manche Autoren meinen, noch im 14. Jahrhundert habe der Beischlaf unter Zeugen stattgefunden.

Das rituelle Beilager ist im Hochmittelalter sehr selten bezeugt, da kaum Hochzeitsbeschreibungen überliefert sind. Man vermutet, dass es so alltäglich war, dass man es nicht beschreiben musste. Im 14./15. Jahrhundert sind häufiger Berichte über (zumeist fürstliche) Beilager überliefert.

Recht der ersten NachtBearbeiten

Mit dem Recht der ersten Nacht, (lat. ius primae noctis), wurde in der Zeit der Erbuntertänigkeit in Europa das Recht eines Gerichtsherren bezeichnet, bei der Heirat von Personen, die seiner Herrschaft unterstanden, die erste Nacht mit der Braut zu verbringen oder einen Geldersatz zu verlangen. Ob diese Rechtsgepflogenheit tatsächlich bestand, ist umstritten.

Siehe auch Bearbeiten

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